12.10.2011

Vampirromane rezensieren

Es ist mir egal ob der Vampir Deutsch, Englisch oder Französisch spricht, solange er sich irgendwann für eine Sprache entscheidet.
Joelle zu dem Buch Tochter der Dunkelheit von Tanya Carpenter auf amazon
Und ich mag euch dieses hier nicht vorenthalten. Ebenda zu finden, Hervorhebung von mir:
Charakterbeschreibung - unglaubwürdig. Ein Vampir, der nachts nackten Frauen in ihrem Schlafzimmer auflauert, ausgerechnet Armand heißt, lange schwarze Haare hat, einen Umhang trägt, ihnen in einem schwülstig-französischen Akzent bereits in der ersten Nacht gesteht, dass er ein Vampir ist (zugegeben, ich musste zwanghaft an Pepe, das Stinktier aus den Bugs-Bunny-Filmen denken), sie direkt als Gefährtin fürs Leben angräbt, sich dann quer durch die Weltgeschichte schläft und seinem potentiellen Opfer erklären muss, dass er nicht als Fledermaus dreimal nachts um den Kirchturm flattert (kein Scherz), braucht dieses inzwischen sehr ausgereifte und vielschichtige Genre nicht.
AngelicBeast



2 Kommentare :

Wolfgang Weitzdörfer hat gesagt…

Manchmal frage ich mich schon, ob Vampire nicht eigentlich nur ein Euphemismus für eine ganz arg fieselige Erkrankung darstellen... Und dann - ob Du, werter Frederik, nicht schon ein bisschen davon befallen bist!
Irgendwelche komischen, halb-pickeligen Narben am Hals, die entfernt an Knutschflecke erinnern? Ein bisschen bleicher als sonst? Unerklärlicher Heißhunger auf Rote Bete?
Teile Dich gerne mit... :-)
P.S.: Um konstruktiv zu sein - der erste Beitrag ist ja in seiner Brachialität der Aussage durchaus ein Sahne-Blut-Schnittchen... :-P

Frederik Weitz hat gesagt…

Lieber Wolfgang!

Ich bin durchaus kein Fan dieser Vampirromane. Derzeit frickele und puzzele ich an Schopenhauer und Uexküll herum und das liebe ich sehr.

Ich habe natürlich haufenweise Knutschflecke. Aber das versteht sich ja von selbst.

Ich mag die Rezensionen auf Amazon. Da tauchen immer wieder völlig überraschend neue Textmuster auf. Das ist für einen Germanisten eine wahre Fundgrube.